Hochzeitsfotograf aus Ingolstadt

Dein Moment für die Ewigkeit

Kategorie: Hochzeitsbräuche

Hochzeitsplanung von A-Z

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Die Frage aller Fragen wurde gestellt. Doch um zum endgültigen „Ja, ich will“ zu gelangen ist erst noch ein steiniger Weg, denn eine Traumhochzeit beginnt schon bei der Planung. Da die meisten bei diesem Thema Neuland betreten, ist Ratlosigkeit ein häufiger Begleiter. Habe ich an alles gedacht? Gehe ich richtig an die Sache heran? Was muss zuerst erledigt werden? In diesem Artikel zeige ich euch von A-Z, wie ihr eure Hochzeitsplanung am besten angeht und auf was ihr besonders achten müsst.

A wie Anmeldung

Es ist zwar selbstverständlich, dennoch gehört die Anmeldung der Eheschließung beim lokalen Standesamt und wenn gewünscht auch der Kirche, zum ABC der Planung dazu.

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B wie Budget, Brautkleid und Bräuche

Eine Hochzeit kostet viel Geld und die Ausgaben können bei der Planung schnell die Überhand gewinnen. Um das zu vermeiden solltet ihr euch von Anfang an auf ein Budget einigen und diese die ganze Planung über im Auge behalten. Nicht, dass euch eure Hochzeit noch das letzte Hemd kostet.

Das Brautkleid ist DAS Kleid, von dem eine Frau schon als kleines Mädchen träumt. Wichtig ist, dass rechtzeitig damit begonnen wird, zur Anprobe zu gehen. So ist das Kleid auch noch zur richtigen Zeit da, selbst wenn es noch einmal zur Änderungsschneiderei muss. Der aller wichtigste Punkt ist aber sich als Braut eines zu verinnerlichen: Es ist deine Hochzeit! Such dir also dein Traumkleid aus, ob es deiner Mutter gefällt spielt keine Rolle. Du musst es lieben, denn schließlich ist es dein Tag.

Auch Hochzeitsbräuche sind ein Thema bei der Planung. Möchtet ihr eine Brautentführung und wie soll diese aussehen? Ist eine Brautschuhversteigerung geplant? Und wie sieht es mit dem Werfen des Brautstraußes aus?

C wie Checkliste und Catering

Setzt euch gemeinsam hin und erstellt eine Checkliste. Auf dieser könnt ihr dann immer nach und nach eure erledigten Aufgaben abhaken. So könnt ihr auch sicher nichts vergessen. Es gibt auch im Internet Checklisten zum Ausdrucken. Diese geben euch sogar an, wann ihr was erledigt haben solltet.

Ein ebenfalls wichtiger Punkt ist das Thema Catering. Feiert ihr in einem Wirtshaus oder Restaurant, ist es in der Regel so, dass die Gäste dort aus der Speisekarte bestellen. Ihr könnt dort aber auch ein hauseigenes Buffet vereinbaren, was meist kostengünstiger ist. Manche Locations erlauben aber auch ein externes Catering. Dann müsst ihr euch entscheiden, was ihr euch wünscht und dementsprechend einen Catering-/Partyservice engagieren.

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D wie Dekoration und Dresscode

Sprecht darüber, welche Dekoration ihr euch wo wünscht. Wie soll die Kirche geschmückt sein? Welchen Autoschmuck wünscht ihr euch? Wie soll die Tischdeko aussehen? Möchtet ihr echte Blumen oder Kunstdeko? Egal für was ihr euch entscheidet, die Farbe der Deko sollte auf jeden Fall an das Brautkleid angepasst sein.

Einigt euch, ob ein Dresscode bei eurer Hochzeit eingehalten werden soll. Wünscht ihr besondere Farben, einen speziellen Stil oder einfach nur schlichte Abendgarderobe? Dann solltet ihr dies euren Gästen auch mitteilen.

E wie Einladungen

Die Gestaltung der Hochzeitseinladungen sollte gut durchdacht sein. Ein einfaches „Wir laden euch ein“ reicht hier nicht aus. Eine Einladung sollte folgende Punkte beinhalten: Datum, Anschrift und Uhrzeit der Trauung, Anschrift und Uhrzeit der Feier, Dresscode wenn gewünscht, Geschenkwünsche, Kontaktdaten und ein Datum bis wann eine Antwort erwartet wird. Möchtet ihr eure Einladungen professionell bedrucken lassen, müsst ihr bedenken, dass dies teilweise bis zu 20 Tage dauern kann.

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F wie Florist und Flitterwochen

Wenn ihr euch bei dem Brautstrauß und der Blumendekoration für echte Blumen entschieden habt, solltet ihr euch einige Angebote bei Floristen eurer Umgebung einholen. Sprecht ab, welche Farben und Blumen ihr euch wünscht.

Auch die Flitterwochen sind ein Bestandteil der Planung. Wann möchtet ihr in euren Liebesurlaub verschwinden? Direkt nach der Feier, am nächsten Tag oder erst einige Wochen oder Monate später? Und wo soll es überhaupt hingehen? Versucht hier Kompromisse zu finden und rechtzeitig zu buchen.

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G wie Gästeliste und Gastgeschenke

Mit wem möchtet ihr den schönsten Tag in eurem Leben teilen? Erstellt eine Gästeliste und kalkuliert die Anzahl der Gäste auch in euer Budget ein. Denkt dabei immer daran, dass jeder Gast mit zusätzlichen Kosten für Essen und Getränke verbunden ist. Auch hier gilt: Es ist eure Hochzeit, also ladet ein, wen ihr mögt und lasst euch dabei nicht reinreden.

Zeigt euren Gästen, dass ihr euch darüber freut, diesen besonderen Tag mit ihnen zu verbringen. Besorgt ein kleines Gastgeschenk für jeden Gast. Es muss nichts großartiges ein. Ein paar Hochzeitsmandeln oder eine Minischokoladentafel mit ein wenig Text wie z.B. “ Danke, dass du da bist“, ist vollkommen ausreichend.

H wie Haare

Wie soll die Brautfrisur aussehen? Hochgesteckt oder doch halb offen? Wähle einen Friseur deines Vertrauens und vereinbare einen Beratungstermin, gefolgt von einem Probestecken und schließlich einem finalen Termin am Tag deiner Hochzeit.

I wie Ideen

Du hast eine tolle Idee für deine Hochzeit? Dann notier sie dir gleich. Oft ist man später wirklich froh über jeden Einfall den man hat.

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J wie „Ja“ sagen

Überlegt euch, ob ihr bei eurem Ja-Wort eventuell noch ein paar persönliche Worte an euren Liebsten richten möchtet und sprecht das vor der Trauung noch einmal mit dem Standesbeamten und/oder Pfarrer ab.

K wie Kinder

Achtet darauf ob und wie viele Kinder auf eurer Feier dabei sein werden. Um euch, den Kindern und den Eltern einen wunderschönen und stressfreien Tag zu schaffen, wäre es von Vorteil, den Kleinen ein eigenes Unterhaltungsprogramm zu bieten. Eine kleine Spiel- und Malecke kann oft Wunder bewirken.

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L wie Location

Die Location der Hochzeitsfeier ist ein ganz wichtiger Punkt bei der Planung. Was genau stellt ihr euch vor? Ein Gasthaus, ein nobles Restaurant, ein Biergarten, ein Schloss oder eine Feier in einem schönen Zelt in eurem eigenen Garten? Egal für was ihr euch entscheidet, die Location sollte meist schon vor der Terminsetzung geklärt sein. Viele Locations sind oft schon Monate im Voraus ausgebucht und zum Schluss hat das Brautpaar zwar einen Hochzeitstermin, aber keine Location zum Feiern. Achtet bei der Wahl auch darauf, dass ihr genügend Platz habt und es nicht allzu kuschelig wird.

M wie Motto

Egal ob Mittelalter, Piraten, Star Wars oder gar kein Motto. Solltet ihr euch für ein Motto entscheiden, denkt bitte daran, eure Gäste in der Einladung darauf hinzuweisen. So können diese rechtzeitig für die passende Garderobe sorgen.

N wie Nachname

Welchen Nachnamen möchtet ihr in Zukunft tragen? Den der Frau, des Mannes, jeder seinen eigenen oder gar einen Doppelnamen? Diese Frage solltet ihr vor der Anmeldung der Eheschlielung geklärt haben.

O wie Organisation

Wer übernimmt die Organisation am Tag der Hochzeit? Versucht an eurem Tag nicht alles alleine machen zu wollen. Ihr sollt euch schließlich zurücklehnen und genießen.

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P wie Polterabend

Entscheidet euch, ob und wann ihr einen Polterabend machen möchtet. Eventuell entscheidet ihr euch ja auch für eine Polterhochzeit.

Q wie Qualität

Der schönste Tag im Leben sollte auch als solcher in Erinnerung bleiben. Auch bei kleinem Budget solltet ihr darauf achten, nicht am falschen Ende zu sparen. Lieber etwas mehr Geld für das Essen ausgeben und dafür lieber bei der Deko ein wenig einsparen.

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R wie Reden und Ringe

Es werden bestimmt einige Reden von Trauzeugen, Freunden und Eltern gehalten. Bereitet aber auch selbst eine kleine Rede für eure Gäste vor. Bedankt euch bei euren Helfern und euren Gästen für den tollen Tag.

Die Ringe sind ebenfalls ein ganz wichtiger Punkt. Wie sehen eure Traumringe aus? Weißgold, Gelbgold, Rotgold, Silber, Titan oder Platin? Welches Material sollen eure Ringe haben und wie viel dürfen sie kosten? Nehmt euch die Zeit zu unterschiedlichen Juwelieren zu gehen und schaut euch um. Lasst euch beraten aber nicht zum Kauf drängen.

S wie Schmuck und Spiele

Wie soll der Brautschmuck aussehen? Möchtest du etwas Neues oder den Schmuck deiner Mutter leihen? Egal für was du dich entscheidest, achte darauf, dass der Schmuck zu deinem Kleid passt.

Die Hochzeitsfeier ist das A und O einer gelungenen Hochzeit. Überlege, ob Spiele organisiert werden sollen und spreche ab, wer sich um die Spiele kümmern soll.

T wie Trauzeugen, Torte und Tanz

Wenn du deinen Trauzeugen gefunden hast, dann versuche diesen auch so gut wie möglich in die Planung zu integrieren. Überlege, welche Aufgaben du an ihn/sie weitergibst und halte ihn/sie immer auf dem Laufenden.

Die Hochzeitstorte ist neben dem Brautpaar das Goldstück auf der Feier. Sucht euch Bilder heraus und holt euch mehrere Angebote bei Konditoren ein. Neben der Hochzeitstorte, solltet ihr aber auch noch weitere Kuchen oder Torten anbieten. Klärt ab, wie viele ihr benötigt und wer diese mitbringen soll.

Die Tanzfläche wird traditionell vom Brautpaar eröffnet. Wie soll euer Eröffnungstanz aussehen? Klärt auch ab, ob ihr zuvor einen Tanzkurs besuchen möchtet.

U wie Unterhaltung

Das Unterhaltungsprogramm macht eine Feier aus. Entscheidet euch, was ihr euren Gästen bieten möchtet. Es gibt viele Möglichkeiten die eine Hochzeitsfeier versüßen, wie zum Beispiel eine Band, ein DJ, ein Zauberer, Spiele, eine Spaßtombola, eine Fotokabine, usw. Ihr kennt eure Gäste und wisst, was ihnen einen unvergesslichen Abend bereiten wird.

Die letzten Buchstaben unseres Hochzeitsalphabets  halte ich eher kurz, denn für diese bedarf es keine großen Worte.

V wie Viel Spaß

W wie all eure Wünsche sollen in Erfüllung gehen

X wie X-tra viel Glück

Y wie your day, your dream, your memories

Z wie zusammen alt werden

Denis-Prier

Hochzeitsbräuche in Ingolstadt, dem Herzen Bayerns

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Wer den Begriff Hochzeitsbräuche hört, der denkt natürlich sofort an das Brautstraußwerfen, den Polterabend oder den traditionellen Brautwalzer. Doch egal ob vor, während oder nach der Hochzeitsfeier. Es gibt für jeden Zeitpunkt passende Hochzeitsbräuche, die vielleicht nicht jedem bekannt sind. So hat jedes Bundesland seine eigenen und speziellen Bräuche. Und wie soll es auch anders sein, feiert man eine Ingolstädter Hochzeit natürlich mit ganz traditionellen bayerischen Hochzeitsbräuchen, die ich euch gerne vorstelle.

Das Gstanzel

Bei diesem Brauch ist der Bräutigam dazu verpflichtet, seiner Braut bei der Entführung ein „Gstanzel“, also ein spezielles Lied in Mundart vorzutragen.

Der Wegzoll

Dieser Brauch ist meist in kleinen Dörfern anzutreffen. Die Dorfbewohner halten die Autos der Hochzeitsgesellschaft auf und verlangen ein Wegzoll. Das kann entweder Geld oder Alkohol sein. Erst wenn der Zoll bezahlt wurde, dürfen die Gäste passieren.

Der Hochzeitslader

Ein Hochzeitslader sorgt bei der Feier für ordentlich Stimmung. Er übernimmt die Moderation, Planung und Durchführung von Hochzeitsbräuchen. Der Begriff des Hochzeitslader stammt noch aus der Zeit, in der die Gäste noch mündlich zur Trauung eingeladen wurden. So wurde ein Lader beauftragt die Gäste persönlich zu besuchen und einzuladen. Um einen Hochzeitslader zu erkennen, bekam dieser einen Stock, welcher mit roten, grünen, blauen und weißen Bändern verziert war. Diese Farben wurden gewählt um Liebe, Hoffnung, Treue und Jungfräulichkeit zu verbildlichen.

Das Maschkern

Beim Maschkern verkleiden sich die Freunde des Brautpaares, um alte Geschichten in eine Art Theaterstück zu verpacken. Das beliebteste Stück ist die „alte Liebe“. Hier wird vorgespielt, wie die Verflossene des Bräutigams versucht, ihn ein letztes Mal zurückzugewinnen. Ein als Harlekin verkleideter Gast übernimmt dabei die Rolle des Erzählers.

Das Kranzlpaar

Kranzlpaar ist ein mit dem Brautpaar befreundetes Paar, welches noch nicht verheiratet ist. Sie helfen den Trauzeugen ebenfalls bei den Planungen und sind nach dem Brautpaar die ersten, die auf der Tanzfläche sind. Schaffen die beiden es nicht rechtzeitig auf die Tanzfläche, müssen sie der Hochzeitsgesellschaft eine Runde ausgeben.

Das Häckselstreuen

Hierbei handelt es sich wieder um einen eher ländlichen Brauch. Die Freunde des Brautpaaren tun sich zusammen und gehen gemeinsam vom Wohnsitz der Braut zum Wohnsitz des Bräutigams. Hier wartet das Brautpaar bereits auf ihre Freunde. Auf dem Weg verteilen sie Sägespäne oder Stroh. Zusätzlich besuchen sie vergangene Lieben des Brautpaares und verteilen so lange Häcksel vor ihrer Tür, bis diese ihnen etwas zu Trinken geben. Es ist natürlich von Vorteil, wenn diese zuvor eingeweiht werden um Unannehmlichkeiten zu vermeiden. Sobald das Brautpaar erreicht wurde, wird gefeiert.

Das Baumstammsägen

Bei diesem Brauch besorgen die Gäste einen dicken Baumstamm. Dieser muss dann vom Brautpaar durchgesägt werden. Der Wechsel zwischen Ziehen und Drücken verbildlicht die Gleichberechtigung der Arbeitsaufteilung innerhalb der Ehe. Gute Teamarbeit muss hier bewiesen werden, denn nur wenn das Brautpaar zusammenarbeitet, kann der Stamm zersägt werden.

Es gibt natürlich noch ganz viele weitere Hochzeitsbräuche, die deutschlandweit bekannt sind. Zum Beispiel:

  • Das Geheimhalten des Brautkleides
  • Das Brautwecken
  • Etwas Altes, etwas Neues, etwas Geliehenes und etwas Blaues
  • Der Cent im Brautschuh
  • Das Bettlaken zerschneiden
  • Brautstrauß- und Strumpfbandwerfen
  • Polterabend
  • Hochzeitstorte anschneiden
  • Brautwalzer
  • Brautentführung
  • Brautschuhversteigerung
  • Hochzeitsstreiche
  • Die Morgengabe
  • und vieles mehr…

Es ist schwierig alle Bräuche auf einer Hochzeit unterzubringen. Doch vielleicht hast du etwas Neues für deine Hochzeit entdeckt? Welcher Brauch darf auf deiner Hochzeit auf keinen Fall fehlen? Ich freue mich auf eure persönlichen Bräuche in den Kommentaren.

Denis-Prier

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